Aktuelles | Tipps gegen Silvesterstress

Dezember 30, 2015

Aktuelles | Tipps gegen Silvesterstress

Bild: pixabay

Tipps für die Tage vor und nach Silvester

 ·  Lassen Sie Ihren Hund beim Spaziergang sicherheitshalber an der Leine und sichern Sie ihn besonders gut. Wählen Sie Spaziergehzeiten und –orte, die weitgehend knallfrei sind. Vorsicht auch mit offenen Haustüren, Gartentoren etc.: Auch ein bislang furchtloser Hund könnte sich plötzlich erschrecken und in Panik fliehen, wenn direkt in seiner Nähe ein Knaller losgeht.

·  Wenn Ihr Hund an den „Knalltagen“ (natürlich niemals in der Silvesternacht, siehe unten) alleine bleiben muss und bei Ihnen viel geknallt wird: ein eingeschaltetes Radio hilft dabei, das gelegentliche Knallen draußen zu dämpfen (das gilt natürlich auch für die Zeiten, in denen Ihr Hund nicht allein ist).

·  Wenn es knallt und Ihr Hund merkt auf, dann tun Sie erfreut, signalisieren Sie „Alles prima!“ und lassen ein Leckerchen springen. Ihr Hund verknüpft so, dass es sogar nett sein kann, wenn es ab und an mal knallt. … in der Silvesternacht

·  … lassen Sie Ihren Hund natürlich niemals alleine ...

·  … und nehmen ihn auch nicht zum Feuerwerk mit auf die Straße! Stattdessen bleibt jemand im Haus und kümmert sich um ihn. Während es draußen böllert, zischt und pfeift, darf es drinnen Leckerchen regnen - je lauter, desto mehr. Weil Denken vor Panik schützt, darf Ihr Hund auch gerne seine Lieblingsspiele spielen oder Lieblingstricks zeigen, während draußen das Feuerwerk hochgeht. Wenn Sie dabei demonstrativ bester Stimmung sind und dazu noch äußerst spendabel mit gutem Futter, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihr Hund die Zeit des Feuerwerks gut übersteht und keine Ängste entwickelt.

·  Ein laufendes Radio oder Fernsehen und ggf. auch heruntergelassene Rolladen helfen dabei, die Reize von außen zu mildern.

 

Sofortmaßnahmen

·  Zunächst ganz wichtig: Nehmen Sie die Ängste Ihres Hundes ernst! Angst fühlt sich für Hunde genau so schrecklich an wie für uns Menschen. Tun Sie alles, was Ihrem Hund hilft, sich besser zu fühlen!

·  Wenn Ihr Hund sich gerne zurückziehen möchte, dann geben Sie ihm Zugang zu seinem Lieblingsort: ob das im Keller, unter dem Bett oder sogar unter der Bettdecke ist.

·  Wenn der Hund Ihre Nähe sucht, dann geben Sie ihm die Zuwendung und den Schutz, den er haben möchte. Entgegen anders lautender Gerüchte: Ihren Hund zu trösten und sich um ihn zu kümmern, verstärkt seine Ängste nicht! Ganz im Gegenteil: Unter der Voraussetzung, dass Sie selbst gelassen und optimistisch dabei bleiben, tut Ihrem Hund die Zuwendung gut - und Sie werden für ihn zum Fels in der Brandung.

·  Sie können dem Feuerwerks-Stress auch ganz entfliehen, wenn Sie sich mit Ihrem Hund rechtzeitig vor Zwölf ins Auto setzen und mit laufendem Radio an einen ruhigen Ort oder auf die Autobahn fahren und erst zurück kommen, wenn der Spuk vorbei ist.

 

Nach Silvester ist vor Silvester: Vorsorgen fürs nächste Jahr

·  Wenn Sie wissen, dass Ihr Hund extrem panisch reagieren wird, dann sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Tierarzt über die Gabe eines Beruhigungsmittels. Es gibt sanfte Mittel, z.B. auf pflanzlicher Basis und auf Basis von Milcheiweiß, und – speziell für die „harten Fälle“ – auch hochwirksame medizinische Mittel, die entspannen. Betreiben Sie niemals Selbstmedikation, denn es gibt z.B. Beruhigungsmittel, die lediglich die Muskeln entspannen, aber kaum angstlösend sind (im Panikfall eine Katastrophe: denn stellen Sie sich vor, Sie hätten panische Angst und könnten sich nicht bewegen…).

·  Das sorgfältige und systematische Training mit einer speziellen Geräusch-CD kann Ihrem Hund Schritt für Schritt zu mehr Gelassenheit auch bei lauten Geräuschen verhelfen.

·  Und wenn Sie ohnehin vorhaben, über den Jahreswechsel in den Urlaub zu fahren, dann informieren Sie sich frühzeitig: Es gibt eine Menge Orte, an denen es zu Silvester gar nicht oder kaum knallt.

·  Auch regelmäßige Körperarbeit wie z.B. TellingtonTouch oder Canine Bowen, oder auch das Gewöhnen an das Tragen eines „Thundershirts“ können Verbesserung bringen.

Von Renate Scherzer (www.canine-bowen.de) und Christina Sondermann (www.spass-mit-hund.de)



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